Generische Grundstrategien nach Porter

Die Frage nach der richtigen Unternehmensstrategie wirkt sich entscheidend auf den zukünftigen Unternehmenserfolg aus. Nach Porter können wir drei Grundstrategien unterscheiden, die sogenannten generischen Grundstrategien nach Porter.

Zur Auswahl steht die Kostenführerstrategie, die Differenzierungsstrategie und die Nischenstrategie.  Porter gibt zu diesen drei Strategien gleich auch einige Hinweise mit, damit wir so leichter entscheiden können für welche Grundstrategie wir uns entscheiden sollten.

Wie in der unteren Grafik zu sehen ist, empfiehlt Porter bei einem kleinen Marktvolumen immer die Nischenstrategie. Er ist der Meinung, dass sich in diesem Falle weder eine Kostenführerschaft, noch eine Differenzierung lohnt, da das Marktvolumen schlicht zu gering ist. Bei einem großen Marktvolumen und einem kleinen Wettbewerbsvorteil empfiehlt Porter die Grundstrategie der Kostenführerschaft.

Wenn Unternehmen keine großen Wettbewerbsvorteile vorweisen können, die sie von anderen konkurrierenden Unternehmen unterscheiden, sollten Unternehmen nach Porter durch einen günstigen Preis Ihre Kunden überzeugen. Bei einem großen Marktvolumen und einem großen Wettbewerbsvorteil Generische Grundstrategien nach Porterhingegen sollten Unternehmen eher die Differenzierungsstrategie nutzen, um sich so weiter von anderen Wettbewerbern abzuheben.

 

Im folgenden wollen wir uns einmal die einzelnen Strategien die Porter vorschlägt genauer ansehen und auch mögliche Maßnahmen diskutieren, um die jeweilige Strategie im Unternehmen umzusetzen.

Generische Grundstrategien nach Porter

Kostenführerstrategie

Ziel der Kostenführerstrategie ist es der preisgünstigste Wettbewerber zu sein und so durch einen günstigen Preis ein Alleinstellungsmerkmal zu erzeugen. Bekanntes Beispiel für diese Strategie ist zum Beispiel Aldi, auch wenn die Discounter in letzter Zeit nicht mehr nur versuchen billig zu sein, sondern auch eine gewisse Qualität ihren Kunden anbieten.

Um das Zeil der Kostenführerschaft zu erreichen ist eine konsequente Politik der Kostensenkung notwendig, denn nur wenn in allen Unternehmensbereichen gespart wird, ist es möglich seine Produkte möglichst günstig anzubieten.

Mögliche Maßnahmen, um möglichst günstig zu sein sind bspw. Fixkostendegression (Fixkosten senken), Standardisierung, Ausnutzung von Lernkurveneffekten und die Analyse der Kostenstruktur eines Unternehmens.

Differenzierungsstrategie

Bei der Differenzierungsstrategie versuchen Unternehmen sich durch einzigartige Produkte deutlich von Konkurrenzprodukten abzuheben. So versuchen Unternehmen z.B. durch eine hohe Produktqualität, sehr guten Service oder durch ein bestimmtes Markenimage sich von den Wettbewerbern abzuheben.

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Ziel ist es durch eine solche Differenzierung eine monopolistischen Bereich zu erzeugen, indem Unternehmen einen gewissen Spielraum in der Preisgestaltung haben. Mercedes zum Beispiel hat so ein starkes Markenimage, dass die allermeisten Kunden wohl bereit sind kleinere Preiserhöhungen in Kauf zu nehmen.Wenn aber ein Discounter wie Aldi seine Preise erhöht, wechseln die Kunden wahrscheinlich recht schnell zu anderen Discounter.

Nischenstrategie

Die Nischenstrategie sollte bei Porter immer bei einem kleinen Marktvolumen genutzt werden. Ziel ist es mit einer sehr genauen Ausrichtung auf ein bestimmtes und eng abgegrenztes Käufersegment genau die Bedürfnisse dieser Käufergruppe zu erfüllen. Im Rahmen der Nischenstrategie wird lediglich ein Teilmarkt mit einer Personengruppe von einer speziellen Bedürfnisstruktur bedient.

So ist Ferrari zum Beispiel solch ein Nischenunternehmen. Ferrari hat ganz klar eine Nische für sehr teure Sportwagen besetzt und ist dort sehr erfolgreich, da der Autobauer genau weiß, was seine Kunden wünschen und die Kundenwünsche werden durch die Spezialisierung perfekt bedienen.

 

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