Es gibt verschiedene Strategien für Online-Shops. Wenn du mit dem Gedanken spielst einen eigenen Online-Shop aufzubauen, dann solltest du dir bereits im Vorfeld überlegen, nach welcher Strategien du deinen Shop ausrichten möchtest.

Alle Strategien haben Vor- und Nachteile und sicherlich ist nicht jede Strategie für jeden Händler geeignet. Aus diesem Grund habe ich mich in der eCommerce-Branche umgeschaut und dabei 8 verschiedene Strategien für Online-Shops identifiziert.

Alles-Anbieter

Amazon gehört zu den bekanntesten Online-Shops, die eine sehr breite Produktpalette anbieten. So werden Kunden bei Amazon fast alles, von Socken bis hin zu Bleistiften, finden. Allerdings wird Amazon mehr und mehr zu einem Marktplatz und stellt so streng genommen keinen Online-Shop im klassischen Sinne mehr dar.

Für kleinere Unternehmen, die über kein Millionen-Budget verfügen, ist diese Strategie wenig sinnvoll. Online-Shops, die diese Strategie verfolgen bieten ihren Kunden einen ganz bestimmten Nutzen: Große Produktauswahl. Nun ist es kaum möglich mit einem kleineren Budget zu einem Alles-Anbieter zu werden.

Spezialist

Deutlich vielversprechender, gerade für kleinere Händler, ist die Strategie des Spezialisten. Als Spezialist konzentrierst du dich auf deine Nische und versuchst deinen Kunden hier die breite Produktpalette anzubieten.

Zwar werden immer mehr Nischen von kleinen Online-Shops beherrscht, doch sind immer noch einige attraktive Nischen wenig umkämpft. Hier kann es sich lohnen mit einem spezialisierten Online-Shop in den Markt zu drängen.

Je kleiner deine Nische ist, desto günstiger ist es einen entsprechenden Online-Shop aufzubauen, da die Produktvielfalt und damit auch deine Lagergröße abnehmen.

Als Spezialist solltest du deinen Besuchern aber nicht nur Produkte verkaufen, sondern in deinem Shop viele hilfreiche Informationen einbinden. So kannst du dich darüber hinaus als Experten positionieren und deinen Kunden einen zusätzlichen Mehrwert, in Form von Informationen, bieten.

Marken-Shop

Wenn du deine eigenen Produkte herstellst und eine eigene Marke besitzt, lohnt sich ein Marken-Shop ganz besonders. In einem Marken-Shop bietest du ausschließlich Produkte deiner eigenen Marke an.

Dies kann eine gewinnbringende Möglichkeit sein, den Einzelhandel zu umgehen und so deine eigene Marge an den Produkten zu erhöhen. Zudem kannst du den Shop ganz nach deinen Vorstellungen gestalten, sodass die Werte und Emotionen deiner Marke besser zu Geltung kommen.

Praktisch alle bekannten Marken betreiben eigene Marken-Shops. Diese Strategie schein also sehr sinnvoll zu sein. Allerdings ist die Gestaltung eines solchen Marken-Shops in der Regel aufwändiger. Denn die Marke soll sich schließlich von anderen Marken deutlich abheben, weshalb Marken-Shop meist durch ein einzigartiges Design auffallen.

Discounter

Ein Shop der nach dem Prinzip des Discounters funktioniert, setzt darauf, Produkte möglichst günstig anzubieten. Durch Rabatte wird versucht neue Kunden zu gewinnen, die aufgrund des niedrigen Preises und der zeitlich begrenzten Aktion zu Spotankäufen neigen.

Diese Strategie weist sehr geringe Margen für den Händler auf, da dieser schließlich die Produkte so günstig wie möglich an den Kunden verkaufen möchte. Damit diese Strategie letztlich gewinnbringend genutzt werden kann, müssen große Stückzahlen umgesetzt werden.

Wichtig, um günstige Preise deinen Kunden anbieten zu können, ist es, dass du gute Kontakte zu Herstellern hast und durch gutes Verhandlungsgeschick niedrige Einkaufspreise durchsetzen kannst.

Lebensmittel

In den Kinderschuhen steckt der Lebensmittelhandel über das Internet. In Deutschland werden gerade einmal 1% der Lebensmittel online gekauft. Das wird sich nach übereinstimmenden Prognosen bald ändern.

Der Lebensmittelhandel kann so eventuell ein sehr interessantes Feld für neue Online-Shops darstellen.

Doch bringt dieser Markt einige Schwierigkeiten mit sich. So sind manche Lebensmittel schnell verderblich, sodass hier Versand und Lagerung eine besondere Rolle spielen. Sicherlich ein Zukunftsthema, aber auch schwierig umzusetzen.

Abo-Commerce

Vor kurzem habe ich bereits einen umfangreichen Artikel über Abo-Geschäftsmodelle geschrieben. Auch wenn ein Abo-Modell nicht zu den klassischen Online-Shops gehört, so ist dieses Geschäftsmodell doch eine interessante Möglichkeit, seinen Online-Shop zu erweitern.

So werden in zahlreichen Online-Shops Produkte verkauft, welche die Konsumenten in regelmäßigen Abständen benötigen und dann neu einkaufen müssten. Hier kann ein Abo-Modell ansetzen, welches dem Konsumenten die Möglichkeit gibt dieses Produkt in Form eines Abos regelmäßig nach Hause geliefert zu bekommen.

Auch Amazon bietet inzwischen für verschiedene Produkte ein Abo-Modell an. Ein weiterer Vorteil in einem Abo-Modell liegt darin, dass dem Kunden ein kleiner Rabatt eingeräumt werden kann. Schließlich werden dem Kunden so gleich mehrere Produkte verkauft.

Digital-Verkäufer

Eine weitere spannende Form von Online-Shops sind Händler, die ausschließlich digitale Produkte verkaufen. Hier können zum einen Lager und Versandkosten gespart werden. Außerdem können viele Prozesse bei solchen Shops automatisiert werden, sodass der Händler entlastet wird.

Digitale Produkte sind nicht ausschließlich Software, auch Fotos, Videos oder Musik gehören zu den digitalen Produkten. Auch diese Produkt können leicht in einem Online-Shop verkauft werden.

Wer aber beispielsweise einen Online-Shop für Stockfotos oder dergleichen plant, sollte besonders auf die Urheberrechte achten. Denn um fremde Fotos im Internet verkaufen zu können, bedarf es einer speziellen Lizenz des Urhebers.

B2B-Shop

Ein Segment, welches im Internet noch immer eher unterbesetzt ist, ist der B2B-Bereich. Es gibt im Internet nur wenige Online-Shops, die sich im B2B-Bereich angesiedelt haben. Gerade an seriösen B2B-Shops fehlt es in Deutschland.

Hier gibt es sicherlich viele Felder, wo sich ein B2B-Shop lohnen kann.

Du kannst besonders dann einen erfolgreichen B2B-Shop aufbauen, wenn du deinen Kunden weitere ergänzende Dienstleistungen anbietest. Hierzu gehört beispielsweise ein Dropshipping-Service oder eine Retoure-Abwicklung.

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Bevor du dich damit beschäftigst, wie dein eigener Online Shop aussehen soll und welche Produkte du verkaufen möchtest, ist es sinnvoll zunächst die Chancen und Risiken im eCommerce zu analysieren.

Schon lange ist die Zeit vorbei, dass man nur einen Online-Shop aufsetzen muss und schon fließen die Umsätze von allein. Inzwischen ist die Konkurrenz im eCommerce sehr groß. Große Player, wie Amazon, beherrschen den Gesamtmarkt, während kleinere Shops viele Nischen sehr gut besetzen.

Aber nicht alles ist schlecht. Der Umsatz, der im Internet generiert wird, steigt Jahr für Jahr. In Schwellenländern besonders stark. Gerade innovative Modelle, wie Abo-Commerce, können eine interessante Möglichkeit darstellen, dich von Wettbewerbern abzuheben.

Es gibt also Chancen, wie auch Risiken, im eCommerce. Welche das sind, wollen wir uns im Folgenden genauer ansehen.

Risiken im eCommerce

Beginnen wir mit den Risiken im Online-Handel.

  • Hohe Transparenz

Die hohe Preistransparenz führt zu einem intensiven Konkurrenzdruck, welcher sich letztlich besonders auf die Marge vieler Online Händlern auswirkt.

Im Web sind die Preise der einzelnen Online Händler viel leichter vergleichbar, als beispielsweise im stationären Einzelhandel. Preissuchmaschinen sind bemüht die Preise tausender verschiedener Shops zu vergleichen, um so für die Konsumenten den geringsten Preis zu finden. Ein Online-Shop hat hier nur zwei Möglichkeiten: Entweder durch den geringsten Preis Kunden zu gewinnen oder seinen Kunden besondere Services anzubieten, die einen höheren Preis rechtfertigen.

Ich persönlich glaube, dass Online Händler bemüht sein sollten, ihre Produkte nicht über den Preis zu verkaufen, sondern durch einen besonders guten Service am Kunden. Einfacher Rückversand zum Händler, geringe Versandkosten, ein schneller und kompetenter Kundenservice sind nur einige wenige Leistungen, die Händler ihren Kunden anbieten sollten.

  • Big Player

Große Online-Shops, wie Amazon, beherrschen den eCommerce weltweit. Leider hat Amazon durch seine hohen Umsätze die Möglichkeit, mit gewaltigen Investitionen, sein Shop-System permanent weiterzuentwickeln.

Bereits jetzt ist Amazon die meisten kleineren Händler deutlich überlegen. Ständig erweitert der Online-Riese sein Angebot für Kunden. Schon lange kaufen Besucher nicht mehr ausschließlich Produkte bei Amazon. Nun kann auf Amazon auch Musik gehört, Filme gesehen und Ebooks gelesen werden. Mit neuen Produkten wie dem Amazon Fire TV Stick und dem Kindle eReader setzt sich das Unternehmen zusätzlich im Gedächtnis der Menschen fest.

Kleinere Online Händler haben hier nur eine Chance: Sie müssen Ihre kleine Zielgruppe sehr gut kennen und diese besser bedienen, als andere Big Player im Markt. Mehr hierzu in den kommenden Beiträgen.

  • „Die Konkurrenz nur einen Klick entfernt“

Tatsächlich können Konsumenten innerhalb von Sekunden den Online-Shop wechseln und das jeweilige Produkt woanders bestellen. Denn es gibt inzwischen kaum noch Produkte, die nur von einem einzigen Online-Händler angeboten werden.

Händler versuchen aus diesem Grund alles, um Kunden zu behalten. Mit besonderen Gutscheinen, Sammelpunkten und Mitgliedsprogrammen wird versucht, mit einem Kunden möglichst große Umsätze zu erzielen.

  • Rechtliche Fallstricke

Wer sich bereits ein wenig mit dem Recht im Online-Handel auseinandergesetzt hat, der wird bemerkt haben, wie komplex dieses Thema ist. Wenn sich Händler nicht an die sehr komplizierten Gesetzte für den Fernabsatz halten, muss mit teuren Abmahnungen gerechnet werden.

Ein auf Internet-Recht spezialisierter Anwalt ist zwar nicht billig, aber eine Abmahnung ist in der Regel deutlich teurer. Schnell kann eine solche Abmahnung 2000€ oder mehr kosten.

Tipp: Als Shopbetreiber kannst du bei Trusted Shops ein zertifizierter Händler werden und profitierst so unter anderem von einem rechtssicheren Online-Shop. Trusted Shops prüft die Shops nämlich auch rechtlich!

  • Wachsende technische Anforderungen

Auch im Online-Handel steigen die technischen Anforderungen ständig. Schon längst wird nicht nur über den Desktop-PC, sondern auch über Smartphone und Tablet-PC eingekauft. Online-Shops sollten aus diesem Grund für anderen Bildschirm Formate angepasst sein.

Gerade für Smartphones bietet sich die Entwicklung einer eigenen App an, da diese optimal an die Bedienungsgewohnheiten von Smartphone-Nutzer angepasst werden kann. Leider ist die Entwicklung einer solchen App nicht gerade billig. Mit deutlich über 10.000€ sollte man schon rechnen.

Chancen im eCommerce

Es gibt aber nicht nur Risiken im Online-Handel, sondern auch eine ganze Reihe von Chancen, die sich Händlern bieten.

  • Leichte Erschließung neuer Absatzmärkte

Im stationären Handel ist die Anzahl potentieller Kunden auf die Bevölkerung in der Region beschränkt. Anders im Online-Handel: Hier können leicht Menschen aus ganz Deutschland erreicht werden. Online-Händler haben also gleich zu Beginn eine viel größere Gruppe von Menschen, die sie erreichen können.

Aber nicht nur Kunden aus ganz Deutschland lassen sich mit einem Online-Shop leicht und schnell erreichen. Die Internationale Expansion geschieht im Internet deutlich leichter und günstiger, als im klassischen stationären Handel.

  • Bessere Werbeerfolgskontrolle

Im Online-Handel lässt sich der Werbeerfolg sehr leicht durch entsprechende Analyse-Instrumente messen. So weiß der Händler genau, wie viel Umsatz/Gewinn er für jeden ins Marketing geflossenen Euro einnehmen konnte.

Durch diese sehr genaue Analyse können ineffiziente Werbemittel identifiziert und aussortiert werden. Stattdessen können erfolgreiche Werbemaßnahmen intensiviert und ausgebaut werden, was zu einem steigenden Werbeerfolg führt.

Ein stationärer Händler hingegen, der beispielsweise in der örtlichen Zeitung eine Anzeige schaltet, kann kaum nachvollziehen, wie viel Umsatz er durch diese Anzeige erzielen konnte.

  • Geringere Kosten

Die geringeren Kosten im Online-Handel sind natürlich nicht in jedem Fall gegeben. So muss schließlich auch im eCommerce ein entsprechendes Lager aufgebaut werden, was sicherlich ins Geld geht. Des Weiteren kann auch die Entwicklung eines hochwertigen Online-Shops einige tausend Euro kosten oder auch nur weniger hundert, dies kann sehr unterschiedlich sein. Außerdem sind die Marketingkosten für die Etablierung eines neuen Online-Shops nicht zu verachten.

Trotz all dieser Kostenfaktoren profitiert ein Online-Shop besonders von den geringeren Mietkosten. Ein Warenlager kann beispielsweise außerhalb von großen Städten aufgebaut werden, so kann von geringeren Grundstückspreisen profitiert werden.

Ein stationärer Händler wird sein Geschäft stattdessen in der Innenstadt, am besten in einer beliebten Einkaufspassage, ansiedeln müssen. Hier schießen die Mietkosten geradezu in die Höhe und bei der großen Konkurrenz anderer Geschäfte bleibt abzuwarten, wie viel Laufkundschaft der Händler abbekommt.

Grundsätzlich kann ein Online-Shop so gerade bei den Mieten Kosten sparen, welche bei stationären Händler einen Löwenanteil der Kosten ausmachen.

  • Wachsender Handel im Internet

Eine der größten Chancen für Online-Händler ist sicherlich die stetig steigende Zahl von Online-Käufern. Inzwischen entdecken selbst Rentner (sehr interessante Zielgruppe) das Internet für sich und kaufen dabei schonmal gerne Online ein.

Alle Prognosen gehen davon aus, dass eCommerce auch in Zukunft weiter wachsen wird. Es gibt schließlich noch einige Bereiche, die der Online-Handel (noch) nicht erschließen konnte. Der Lebensmitteleinkauf geschieht beispielsweise fast ausschließlich über den stationären Handel. Mit den immer kürzeren Lieferzeiten wird sicherlich auch die Bestellung von Lebensmitteln im Internet zunehmen.

Die Wachstumschancen sind also gerade im Internet besonders groß.

  • Zeitersparnis und große Auswahl

Konsumenten sehen interessanterweise die größten Vorteile im eCommerce nicht in den günstigen Preisen, sondern in der großen Produktauswahl und der Zeitersparnis.

Genau diese beiden Aspekte sollten Online-Händler weiter verbessern.

So sollte das Einkaufen in einem Online-Shop einfach und schnell funktionieren. Nichts ärgert Kunden mehr als ein komplizierter Bestellprozess oder ein langsamer Seitenaufbau.

Natürlich können kleine Händler, in Sachen Auswahl, nicht mit den etablierten Big Playern, wie Amazon, mithalten. Sehr wohl aber ist es möglich eine bestimmte Nische perfekt zu bedienen und innerhalb dieser Nische den Kunden eine breite Auswahl zu bieten.

 

Die Zeiten für kleinere Online-Händler sind also definitiv schwieriger geworden, aber nicht desto trotz bietet das Netz gewaltige Wachstumschancen.

 

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Es gibt einige Unternehmen weltweit, die mithilfe eines Abo-Modells enorm erfolgreich sind. Wie du ein Unternehmen aufbaust, welches mit einem Abo-Commerce Geschäftsmodell erfolgreich ist, möchte ich dir in diesem Beitrag darstellen.

Ich persönlich sehe im Abo-Commerce eine unglaublich gute Geschäftsidee, die sich in vielen unterschiedlichen Branchen umsetzen lässt. Ein solches Abo-Modell funktioniert besonders dann gut, wenn du dieses in einer Branche anwendest, in der Abos bisher unbekannt sind, aber für die Kunden einen großen Nutzen bedeuten.

Wie funktioniert ein Abo-Commerce Geschäftsmodell?

Abo-Commerce ist ein Geschäftsmodell, bei dem ein bestimmtes Produkt oder auch Service regelmäßig an den Kunden verkauft wird. Hierfür abonniert ein Konsument dein Produkt und du schickst es diesem in einem bestimmten Intervall zu.

Genauso gut funktioniert Abo-Commerce aber auch bei Dienstleistungen. Es gibt unzählige Dienstleistungen, die von bestimmten Personen regelmäßig nachgefragt werden. Dort kann ein Abo-Modell für beide Parteien sehr vorteilhaft sein.

Lieferintervall

Je nach Produkt/Service kann dieser Lieferintervall zwischen einer Woche bis hin zu einem Jahr liegen. Ein sehr breite Spanne also, weshalb du dir die Bedürfnisse deiner Kunden genau ansehen musst, um einen idealen Lieferintervall zu finden.

Es gibt Unternehmen, die dem Kunden ermöglichen selbst einen Lieferintervall zu bestimmen. Wenn dies logistisch und technisch möglich ist, stellt der vom Kunden individuell festgelegte Lieferintervall sicherlich die beste Möglichkeit dar.

Abo-Modell in der Praxis

Bekannt im deutschen Bereich ist das Unternehmen Glossybox, dieses verschickt monatlich eine Box mit Kosmetikutensilien. Glossybox bietet eine solche Box auch für Männer an. Diese kosten 15€ im Quartal. Vierteljährlich erhält man dann eine Box mit 5 Pflege- und Stylingprodukten für Männer.

Solche Abo-Modell sind denkbar für all die Produkte, die regelmäßig gekauft werden und besonders im deutschen Markt bietet sich für Unternehmer noch viele Chancen. Denn es gibt bisher eher wenig Unternehmen, die sich trauen eine Abo-Modell aufzusetzen.

Vorteile eine Abo-Commerce Business

Automatische Verkäufe

Sehr interessant im Abo-Commerce Business sind sicherlich die wiederkehrenden Käufe, ohne dass der Kunde jedes mal einen neuen Kauf manuell abschließen muss. Der Kunde bekommt das Produkt automatisch zugeschickt, bis er kündigt.

Wer würde schon eine Tageszeitung jeden Tag aufs Neue kaufen? Es ist doch viel bequemer diese als Abo zu bestellen und jeden Tag automatisch nach Hause geliefert zu bekommen.

Dass ein solches Geschäftsmodell nicht nur bei Zeitungen und Zeitschriften funktioniert, haben bereits einige Unternehmen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Weiter unten schauen wir uns zwei erfolgreiche Abo-Commerce Geschäftsmodelle an.

Breite Einsatzmöglichkeiten

Abo-Modelle sind vor allem deshalb eine so spannende Idee, weil man so viele Dinge im Abo verkaufen könnte. Doch die meisten Produkte, die wird regelmäßig kaufen müssen/wollen, kaufen wird händisch jedes mal aufs Neue.

Überlege einfach mal, welche Produkte du in deinem Alltag regelmäßig kaufst?

Sicherlich fallen dir einige Dinge ein, die doch viel besser im Abo verkauft werden könnten.

Dass ein Abo-Modell auch Vorteile für den Käufer bietet, möchte ich im Folgenden noch näher erläutern.

Vorteile für den Käufer

Günstiger

Der Käufer profitiert besonders davon, dass er seine benötigten Produkte günstiger einkaufen kann. Denn bei vielen Produkten im Abo wird dem Kunden ein entsprechender Rabatt eingeräumt.

Zeitersparnis

Aber nicht nur der Rabatt ist für Kunden interessant, sondern auch die Zeitersparnis. Ein Abo kaufst du nur einmal. Anschließend erhältst du das Produkt immer und immer wieder. Auch die Zahlung funktioniert meist automatisch per Kreditkarte oder Paypal. Bequemer können Kunden kaum einkaufen!

Keine Produkte mehr beim Einkaufen vergessen

Gerne vergessen wir auch mal Dinge beim Einkaufen. Beispielsweise vergisst du beim Einkaufen das Duschgel. Dies ist natürlich sehr ärgerlich, denn bei vielen Produkte kannst du eigentlich genau abschätzen, wie viel du in einer bestimmten Zeit davon benötigst.

Beispielsweise bei Duschgel kennst du sicherlich recht genau deinen monatlichen Bedarf. Dieser wird sich zudem nicht deutlich unterscheiden, da du dich vermutlich regelmäßig wäscht. Duschgel im Abo zu kaufen, stellt also eine durchaus attraktive Geschäftsidee dar, gerade dann, wenn man mal gerne das Duschgel beim Einkaufen vergisst.

Nachteil für den Kunden

Der größte Nachteil bei dem Abo-Modell für Kunden ist sicherlich der Folgende: Die durch das Abo bezogene Menge des Produktes ist nicht identisch mit der vom Kunden verbrauchten Menge.

So kann es in dem einen Fall sein, dass noch Duschgel vorhanden ist und der Kunde bereits das neue Paket Duschgel erhält. Dies kann aus ökonomischen Aspekten für den Verkäufer vorteilhaft sein, aus ökologischen Gründen allerdings eher weniger, denn der Kunden wird dann wohl verschwenderischer mit dem Duschgel umgehen.

Deutlich schlimmer für den Kunden ist es allerdings, wenn das Duschgel leer ist, bevor das neue Paket Duschgel den Kunden erreicht hat.

Was der Anbieter hier für den Kunden tun kann

Er sollte dem Kunden möglichst viele Varianten für Lieferintervalle anbieten. Je mehr desto besser. So kann der Kunden die Lieferintervalle besser an seinen persönlichen Verbrauch anpassen.

Alternativ können den Kunden auch größere Verpackungseinheiten angeboten werden. Der Vorteil liegt hier darin, dass so Versandkosten gespart werden können.

Der Königsweg aber, wäre dem Kunden individuelle Verpackungsgrößen anzubieten. Sodass der Kunden selbst entscheiden kann, wie viel Milliliter Duschgel er im Monat verbraucht.

Sinnvoll kann es sein jedem Erstkunden zunächst eine recht große Flasche Duschgel zu verkaufen. An dieser Flasche sind dann Markierungen angebracht, wie viel ml Duschgel der Kunden bereit verbraucht hat. Nach einem Monat kann der Käufer dann seinen eigenen monatlichen Verbraucht ablesen und diesem dem Abo-Unternehmen mitteilen. Dieses weiß dann, wie viel Duschgel der Kunde pro Monat benötigt und schickt dem Kunden dann die individuelle Verpackungsgröße mit dem benötigten Inhalt Duschgel jeden Monat zu.

Klar, dieser Weg ist recht aufwendig, aber sicherlich kann so ein großer Mehrwert für den Kunden generiert werden.

Vorteile für den Verkäufer

Langlebigkeit der Kunden

Der Verkäufer profitiert vor allem an der Langlebigkeit der Kunden. Es besteht bei einem Abo nämlich eine große Chance, dass deine Kunden zu Stammkunden werden. Je länger du deine Kunden halten kannst, desto höher dürfen auch die Kosten sein, um einen Neukunden zu akquirieren.

Abo-Commerce Geschäftsmodelle können deutlich mehr Geld für einen neuen Kunden ausgeben, als ein klassisches Geschäft. Schließlich weißt du, dass deine Kunden, bei einer Mindestlaufzeit von einem Jahr, mindestens ein Jahr deine Kunden sind. Die Chancen stehen sogar gut, dass sie dein Abo nach einem Jahr noch nicht kündigen und vielleicht noch weitere Jahre dein Produkt beziehen.

Auch wenn es eventuell teuer sein kann einen Neukunden für ein Abo-Modell zu gewinnen, so steht aber auch fest, dass Abo-Kunden in der Regel mehr Umsatz generieren, als klassische Kunden.

Kleines Lager

Interessant ist das Abo-Commerce Geschäftsmodelle noch aus einem anderen Grund. Und zwar kannst du dein Lager oftmals klein halten. Du musst nur wenig Produkte auf Lager halten, denn du weißt schließlich genau, wann deine Kunden mit Produkten beliefert werden müssen.

Du hältst lediglich ein kleines Lager für Neukunden vor. Bei Bestandskunden hingegen weißt du ganz genau, wann sie beliefert müssen. Die Lieferungen an Bestandskunden kannst du dann mit deinem Lieferanten absprechen, sodass du Produkte nicht lange bei dir gelagert werden, sondern direkt an den Kunden verschickt werden.

Unternehmen sparen bei diesem Geschäftsmodell also zum einen Lagerhaltungskosten und profitieren zum anderen von der höheren Customer-Lifetime-Value.

Dein Fokus sollte auf jeden Fall darauf liegen, deine Kunden so lange es geht zu halten. Hierbei ist es besonders wichtig die Erwartungen der Kunden zu erfüllen und ihnen einen möglichst hohen Mehrwert zu bieten.

Auch wenn die Akquisationskosten für neue Kunden höher sind, so solltest du diese durch eine dauerhafte Kundenbeziehung wieder reinholen können.

Erfolgreiche Beispiele für Abo-Commerce Geschäftsideen

Es gibt im internationalen, wie auch im deutschen, Bereich einige sehr erfolgreiche Unternehmen, die durch Abo-Commerce massiv expandieren konnten.

Mornin‘ Glory

Ein tolles Beispiel für ein Abo-Geschäftsmodell ist Mornin‘ Glory. Das Unternehmen verkauft günstige Rasierklingen im Abo. Während Hersteller, wie Gillette, sehr teuer sind, geht Mornin‘ Glory genau den umgekehrten Weg. Das Unternehmen verkauft eine Klinge im Abo für 1,50€!

Die Klingen werden außerdem in den USA hergestellt und sollen die gleiche Qualität besitzen, wie die Klingen anderer Markenhersteller.

Abo-Commerce Geschäftsmodell

Das Unternehmen verknüpft seine Rasier außerdem sehr geschickt mit anderen Pflegeprodukten. Genau diese Strategie gibt deinem Geschäftsmodell einen zusätzlichen Boot. Wenn du ein Produkt im Abo verkaufst, dann schaue auch, welche anderen passenden Produkte deines ergänzen könnten.

Blacksocks

Der Name ist Programm bei Blacksocks. Das Unternehmen ist damit groß geworden, Socken im Abo zu verkaufen. Inzwischen hat Blacksocks seine Abo-Produkte aber auch um Unterhosen, T-Shirts und auch bunte Socken erweitert.

Gerade die Sortimentserweiterung ist bei vielen Abo-Commerce-Modellen ein sehr sinnvoller Schritt. Indem du deinen Kunden weitere ergänzende Produkte anbietest, kannst du attraktiv bleiben.

Wie der Name verrät, begann Blacksocks ausschließlich mit schwarzen Socken, doch schnell erkannte das Unternehmen, dass es sinnvoll ist sein Sortiment zu erweitern.

Das Unternehmen setzt darüber hinaus auf Qualität und genau hier liegt ein weiteres Geheimnis für funktionierende Abo-Commerce Modelle: qualitativ hochwertige Produkte. Die Produkte müssen jedes mal aufs neue die Abo-Kunden überzeugen.

Stell dir mal vor ein Kunde hat ein Jahresabo abgeschlossen, erhält dann die Produkte z.B. jeden Monat und erlebt jeden Monat eine Enttäuschung. Denn die Produkte entsprechen nicht der Qualität, die der Kunden wünscht. Die Frustration steigt, weil der Kunde nun jeden Monat daran erinnert wird, dass die Produkte von minderwertiger Qualität sind. Sicherlich führen diese schlechten Produkte zu einer negativen Mundpropaganda.

Hochwertige Produkte sind also das A & O!

Weitere Ideen

Ich habe mir dann anschließend noch einige Gedanken zu weiteren Abo-Geschäftsmodellen gemacht und mir sind einige, wie ich finde, ganz coole Geschäftsideen eingefallen. Diese Geschäftsmodelle habe ich allerdings nicht geprüft und sollen in erster Linie als Anregung dienen, dein eigenes Unternehmen auf Basis des Abo-Modells aufzubauen.

Hier also jetzt meine Geschäftsideen zum Thema Abo-Commerce:

  • Reinigungsdienstleistungen im Abo für Privat und Unternehmen
  • Gärtner im Abo, Rasen mähen und Hecken schneiden im Abo
  • Fischfutter im Abo (Hundefutter gibt es schon, aber ich glaube noch kein Fischfutter)
  • Kaminholz/Heizöl im Abo
  • Autowäsche im Abo
  • Druckerpapier im Abo
  • Gewürze im Abo
  • Frisches Obst im Abo

 

Viele Mütter träumen davon sich mit einer eigenen Geschäftsidee selbständig zu machen. Am besten so, dass die Karriere und die Familie vereint werden kann.

Leider ist es häufig nicht leicht, sich um die eigene Familien zu kümmern und gleichzeitig ein Unternehmen zu gründen. Umso interessanter finde ich da das Vertriebskonzept einer Unternehmerin, die Frauen gerne helfen möchte in die Selbständigkeit zu starten.

Aus dieser Idee ist das Schmuck-Label Pippa & Jean entstanden. Modebegeisterte Frauen können nun Schmuck des Labels als sogenannter Style-Coach verkaufen. Mehr hierzu im Folgenden:

Das Vertriebskonzept für Existenzgründer

Wie schon gesagt kannst du als sogenannter „Style Coach“ damit beginnen den Schmuck und die Accessoires von Pippa & Jean zu verkaufen.

Auf Style Partys kannst du dann deine Freunde und Bekannten einladen und ihnen den Schmuck der Marke zeigen. Das Prinzip funktioniert also ähnlich einer „Tupper-Party“.

Die sozialen Netzwerke machen es aber möglich, dass du noch viel mehr Menschen erreichst. Aber auch lokale Kooperationen mit beispielsweise Friseurgeschäften oder Boutiquen sind möglich.

Als Style Coach kannst du außerdem deine eigene Online Boutique aufmachen, die dir von Pippa & Jean zur Verfügung gestellt wird. Ab dem zweiten Jahr kostet diese allerdings 9,90€ im Monat.

Du arbeitest völlig selbständig und kannst somit ganz frei über deine Aktivitäten und Arbeitszeiten bestimmen. Es gibt keinen Mindestumsatz oder sonst irgendwelche Verpflichtungen z.B. neue Mitglieder zu werben.

Wie viel Startkapital benötige ich?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Vorführware für die Style Partys zu bekommen. Die wohl besten Möglichkeit ist es, ein sogenanntes Starter Set zu kaufen.

Diese Starter Sets gibt es in 3 Varianten:

  • Small für 199€
  • Medium für 299€
  • Large für 399€

Mit einem solchen Starter Set erhältst du eine große Auswahl an Schmuckstücken und außerdem alle weiteren Arbeitsmaterialien, die du benötigst.

Ein solches Starter Set kannst du außerdem in den ersten 30 Tagen nach deiner Registrierung zurückgeben und bekommst dann dein Geld wieder.

Des Weiteren gibt es noch vier andere Möglichkeiten, um die Vorführware zu erhalten:

  1. In deiner sogenannten „Take-Off Phase“ (in den ersten 90 Tagen als Style Coach) kannst du bis zu 1.800€ als Schmuckbonus erhalten
  2. In der Take-Off Phase hast du zudem die Möglichkeit je Style Party Schmuck im Wert von bis zu 1.000€ auszuleihen, um diesen dann dort vorzuführen. (Leihkosten 6€ + Versandkosten)
  3. Abhängig von deinen Umsätzen erhältst du monatlich einen Schmuckbonus sowie Marketing Material Bonus.
  4. In speziellen Kampagnen kannst du dir weiteren Schmuck erarbeiten.

Um dich optimal zu unterstützen, kannst du Dinge wie Trainings, Kampagnen und Arbeitsmaterialien erhalten und dich so noch besser auf dein Kerngeschäft konzentrieren.

Wenn du ein wahres Verkaufstalent bist, dann wirst du zudem mit zusätzlichen Bonis und Incentives belohnt.

Wie und Wie viel Geld kann ich verdienen?

Auf die Umsätze, die du auf deinen Style Partys und deiner Online Boutique erzielst, erhältst du eine Provision in Höhe von 25-35%.

Du hast außerdem sogar die Möglichkeit ein eigenes Team aufzubauen. Von den Umsätzen, die dein Team generiert erhältst du eine Provision zwischen 5-17%.

Den Schmuck kannst du nach Deutschland, Österreich und Spanien verkaufen.