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Strategisches Management – Wo kommt es her und wieso gibt es das?

Im ersten Beitrag dieser Artikelserie dachte ich daran, zunächst darauf einzugehen wo überhaupt das strategische Management herkommt bzw. wie es entstanden ist. Im nächsten Artikel werde ich mich dann genauer damit beschäftigen was das strategische Management ist.

Entwicklung des strategischen Managements

Das strategische Management ist eine noch relative junge Disziplin der Betriebswirtschaftslehre und im Folgenden möchte ich die vier Phasen näher erläutern, aus denen sich nach und nach das strategische Management entwickelte.

Denn lange Zeit waren die Marktveränderungen deutlich langsamer und weniger stark, sodass es tatsächlich gar nicht notwendig war ein strategisches Management im Unternehmen zu integrieren.

Marktveränderungen waren auch ohne aufwändige Analysen relativ leicht voraussehbar und Unternehmen konnten sich darauf verlassen, dass sich der Markt in den nächsten Jahren nur minimal verändern wird.

Wir wissen alle, dass die Globalisierung, das Internet und viele weitere Entwicklungen dazu führten, dass ein Unternehmen flexibel und schnell auf neue Marktphänomene reagieren muss. Eine reine Finanzplanung würde bei weitem nicht mehr ausreichen, um ein Unternehmen erfolgreich zu führen. Aber werfen wir dennoch einen Blick zurück in die Vergangenheit:

  • Phase der Finanzplanung 

Bis Anfang der fünfziger Jahre war die Unternehmensplanung ausschließlich finanzwirtschaftlich orientiert. Man konzentrierte sich auf Kennzahlen aus der Finanzwirtschaft und außerhalb dieser Kennzahlen versuchte man erst gar nicht irgendwelche Entwicklungen vorherzusagen.

Dinge wie Marktwachstum waren aus der damaligen Sicht einfach nicht prognostizierbar bzw. es war nicht nötig, da sich der Markt nur sehr langsam veränderte.

  • Phase der Langfristplanung

Als die Umwelt nach und nach immer komplexer und dynamischer wurde, merkten viele Manager und Unternehmer, dass die Grenzen der Finanzplanung erreicht sind und nun neue Methoden entwickelt werden müssen, um Unternehmen erfolgreich führen zu können.

In der Mitte der fünfziger Jahre begannen Unternehmen längerfristig zu planen und betrachteten zur Planung nun auch Umweltveränderungen, die das eigene Geschäft beeinflussen können.

Nun wurden Mehrjahres-Budgets festgelegt, man schaute sich Trends an und projizierte diese Trends 3-5 Jahre in die Zukunft, was in der damaligen Zeit recht praktikabel gewesen war, da Markttrends deutlich länger andauerten und besser vorherzusagen waren.

  • Phase der strategischen Planung
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Die Veränderungen der unternehmerischen Umwelt wurden immer stärker und immer schneller. Unternehmen mussten sich erneut anpassen, doch mit den herkömmlichen Planungsansätzen war es nicht möglich flexibel auf Veränderungen zu reagieren.

Nun versucht man nicht mehr nur Entwicklungen in die Zukunft zu übertragen, sondern man versuchte vielmehr diese Entwicklungen zu verstehen.

Deshalb rückte die Umwelt- und Wettbewerbsanalyse immer mehr in den Vordergrund. Die Unternehmen konnten Umweltveränderungen besser vorhersagen und flexibler auf diese reagieren, aber es gab ein Problem: Sie vernachlässigte die internen Strukturen und Prozesse eines Unternehmens.

Das Marktumfeld ist zwar sehr wichtig zu kennen und zu analysieren, aber mindestens genauso wichtig ist es auch die internen Systeme an das Marktumfeld anzupassen und zu integrieren.

  • Phase des strategischen Managements

Die strategische Planung wurde weiterentwickelt und ist heute ein Teil des strategischen Managements. Das strategische Management befasst sich mit der Planung von Strategien, der Steuerung der Strategieumsetzung und der Gestaltung der internen Systeme und Strukturen. Es betrachtet zudem eine Reihe von Variablen, die das Unternehmen beeinflussen. Hierzu zählen politische, sozio-psychologische wie auch technische und ökonomische Aspekte.

Im nächsten Artikel möchten wir dann uns den Begriff des strategischen Managements näher ansehen und versuchen zu erklären was mit diesem Begriff gemeint ist.

 

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